Herzlich willkommen Anmelden
Runderwahnsinn
Runderwahnsinn
Schön gewolft, schön rund, schön dick und 125 bis 200 Gramm schwer: Das Herz des Burgers, das Patty. So weit, so klar. Was aber leider noch immer von Vielen unterschätzt wird, das ist erstens die Fleischqualität selbst und – ganz wichtig: Der Fettgehalt.
Wer zum Beispiel einen Cheeseburger bauen will, der sollte lieber etwas weniger Fett im Patty haben (höchstens 20%), wer einen klassischen Burger liebt, der ist mit 20 bis 25% Fettgehalt gut beraten und wer es so richtig krachen lassen will, der kann sein Wagyu-Patty mit bis zu 35% aufsaften.

Im Gegensatz zu vielen industriell erzeugten Fastfood-Produkten kommt in ein vernünftiges Patty auch nur vernünftiges Fleisch: Hier werden nicht irgendwelche Reste durch den Wolf gedreht, sondern besonders gut geeignete Cuts verwendet, die kräftigen Geschmack und den genau richtigen Fettanteil mitbringen. Anders gesagt kommt in ein gutes Patty nur das Fleisch von einem einzigen Cut (üblicher Weise Schulter, Nacken oder Brust).

Noch kurz ein paar Worte zum Fleisch, bzw. zur Rasse: Nichts spricht gegen Patties vom Schwein, wenn es eine gute bis sehr gute Qualität hat (zum Beispiel vom ‚The Duke of Berkshire‘ oder vom Ibérico), gegen eine 50/50-Mischung aus Schwein und Rind, gegen Lamm-, Känguru-, Straußen- oder Geflügelfleisch.
Beim Rind sollte man zusätzlich unbedingt auch auf die Rasse achten: Simmentaler oder Charolais haben super Patty-Eigenschaften, Wagyu schmeckt besonders intensiv und Bisons sind extrem mager und gleichzeitig geradezu archaisch ‚fleischig‘. 

Übrigens, am besten würzt man das Fleisch vor dem Braten oder Grillen nicht. Pfeffer kann bitter werden, wenn man ihn stark erhitzt und je nachdem, was man noch so alles in den Burger packen will (Bacon zum Beispiel), wäre es ärgerlich, wenn man schon zu viel Salz im Patty hat.
Handelshof online GmbH & Co. KG | GF: Kai Patrick Merleker, Dr. Wilhelm von Moers, Udo Bernecker | Viktoriastraße 26, 51149 Köln | Tel.: 0221 / 467 08 970